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Sumatra-Orang-Utan-Schutzprogramm SOCP

Orang Utan bedeutet, aus dem Malaiischen übersetzt, Waldmensch. Ihr Erbgut ist zu 97 Prozent mit dem des Menschen identisch, was sie zu einem unserer engsten Verwandten macht. Die rothaarigen Riesen kommen nur auf Borneo und Sumatra in Südostasien vor und sind die größten und schwersten permanenten Baumbewohner der Welt. Weil die Nahrungsressourcen im tropischen Regenwald weit verteilt sind, leben sie in vielen Fällen als Nomaden, also Umherziehende, und durchwandern die oberen Etagen des Regenwaldes.

Rettung tut Not!

Im Laufe eines Menschenlebens, in den letzten 75 Jahren, nahm der Bestand frei lebender Orang-Utans um über 80% ab. Jedes Jahr werden eine Million Hektar Regenwald durch legalem oder illegalem Raubbau vernichtet. Die Orang-Utans sind Opfer der rasanten Regenwald-Abholzung. Ihr Lebensraum wird zur Holzgewinnung und für neue Palmöl-Plantagen gerodet. Das vielseitige und preiswerte Pflanzenfett ist aus der heutigen Industrie nicht mehr wegzudenken. Jedes vierte Produkt im Supermarkt enthält Palmöl. Doch die Natur bezahlt einen hohen Preis.

Was macht das SOCP

Das SOCP ist ein Gemeinschaftsprogramm der Schweizer Stiftung PanEco, ihrer Partnerstiftung YEL auf Sumatra und der indonesichen Naturschutzbehörde. Durch die rücksichtslose Vernichtung der Regenwälder verlieren die Orang-Utans ihre Heimat. Das Sumatra-Orang-Utan-Schutzprogramm (SOCP) kämpft gegen das Aussterben dieser Menschenaffen und für den Schutz ihres Lebensraums. Der Regenwald muss dem „Fortschritt“, dem ständig wachsenden Bedarf an Gütern weichen und landet schließlich im „Großen Einkaufswagen“!

Zu Besuch im Jantho Naturreservat

2011 haben wir den Orang-Utan Spezialist Dr. Ian Singleton, Leiter das Sumatra Orang-Utan Schutzprogramm in Sumatra kennengelernt. Er gab uns Einblicke in seiner Arbeit und hat uns mit seiner Vision, die Verhinderung des Aussterbens der Sumatra Orang-Utans begeistert. Das Bestreben von Dr. Ian Singleton und seinem Team ist zum Langzeitschutz der Bevölkerung von wilden Sumatra Orang-Utans und deren Lebensraum beizutragen. Das SOCP dabei zu unterstützen, macht Sandra und mich glücklich und stolz!

Sie wollen frei sein, genau wie wir

Wilde Orang-Utans sind zweifellos äußerst intelligent. Sie sind genaue Beobachter und lernen sehr schnell. Sie benutzen Werkzeuge und kennen die Wirkung von Heilpflanzen. Sie wissen, welche Blätter bei Malaria helfen und welche gegen Bauch- und Kopfschmerzen wirken. Aber ihre Intelligenz kann sie nicht vor dem Aussterben bewahren. Damit das nicht passiert, benötigen sie die Einsicht und Hilfe von uns, ihren engen Verwandten! Dadurch würden wir nicht nur die Orang`s und ihre Heimat, den Regenwald schützen … wir retten damit auch uns!

Machen wir mit der rücksichtslosen Ausbeutung der Regenwälder so weiter wie bisher, verschwindet nicht nur der Schöpfungsreichtum von unserem Planeten. Es ist fraglich, ob die Menschheit ohne die grüne Lunge der Erde überhaupt existieren kann.

Dieter Schonlau

Es braucht Persönlichkeiten wie Dieter und Sandra, um in den Menschen das Bewusstsein um den unschätzbaren Wert natürlicher Ökosysteme mit ihrer Artenvielfalt zu wecken und so den Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen nachhaltig zu verändern.  Mit ihrer leidenschaftlichen Begeisterung für den tropischen Regenwald leisten sie einen großen Beitrag an die Erhaltung dieses einzigartigen Ökosystems und damit an das Überleben des Menschen auf dieser Erde.

Regina Frey, Gründerin und Präsidentin der Stiftung PanEco

Infobroschüre SOCP

SOCP Flayer

Ein Penan, ein Ureinwohner von Borneo, erzählte uns vor einigen Jahren, die Orangs seien seine Vorfahren, die es vor langer Zeit schon vorgezogen hätten, hoch oben im Dach des Waldes zu leben. Wir können seine Vorfahren gut verstehen. Immer wenn wir das Glück hatten, einen dieser imposanten Waldmenschen beim „Walk im Kronendach“ des Regenwaldes zu beobachten, würden wir gerne mit ihnen tauschen.

Dieter Schonlau

© 2020 Dieter Schonlau

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